Wettanbieter mit Cashout 2026: Wer vorzeitig aussteigen lässt und was es kostet
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Stand: November 5, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungen der Landesregierungen und die Wettordnungen der genannten Anbieter in Österreich.
Die besten Wettanbieter mit Cashout in Österreich 2026
Cashout ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zusatzangebot jedes Buchmachers. Die folgende Rangliste zeigt, welche Anbieter in Österreich die Funktion anbieten, unter welcher Bewilligung sie stehen und was sie vom Wettkunden verlangen, wenn er vor dem Spielende aussteigen will.
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Betreiber / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Starsportwetten | Bewilligung (Land nicht ausgewiesen) | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung (Land nicht ausgewiesen) | nicht ausgewiesen |
| Tipwin | ohne österreichische Bewilligung (MGA Malta) | nicht ausgewiesen |
| Tiki Taka | ohne österreichische Bewilligung | nicht ausgewiesen |
| Golisimo | ohne österreichische Bewilligung (Costa Rica) | nicht ausgewiesen |
| BetLabel | ohne österreichische Bewilligung (Curaçao) | nicht ausgewiesen |
Die Tabelle trennt zwei Gruppen: Anbieter mit einer ausgewiesenen Landesbewilligung, deren Rechtsrahmen das jeweilige Land selbst setzt, und Anbieter ohne österreichische Bewilligung, deren Lizenz aus dem Ausland stammt und deren Status in Österreich umstritten ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft das Impressum oder die Wettordnung des Anbieters auf den Hinweis „Bewilligung der … Landesregierung“.
Was Cashout bei Wettanbietern bedeutet
Cashout – auf Deutsch auch „Ausstieg“ oder „vorzeitige Auszahlung“ – ist eine Funktion, mit der der Wettkunde eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses an den Buchmacher zurückverkaufen kann. Statt auf den Endstand zu warten, nimmt der Kunde einen Betrag, den der Anbieter nach dem aktuellen Spielverlauf bemisst.

Wie der Cashout-Betrag berechnet wird
Der angebotene Betrag ist keine Kulanzleistung. Er ergibt sich aus der aktuellen Quote, dem Einsatz und der Wahrscheinlichkeit, dass das Ereignis noch kippt. Liegt die Mannschaft, auf die gewettet wurde, mit 2:0 vorne und die Quote ist auf 1,30 gesunken, sinkt auch der Cashout-Betrag – denn der Buchmacher bewertet den Gewinn als nahezu sicher und zieht seinen Anteil ab.
Beispiel: Wer 10 € auf eine Quote von 2,50 setzt, hat im Erfolgsfall Anspruch auf 25 € (Bruttogewinn 15 €). Steht es 1:0 für die gewettete Mannschaft und die Quote fällt auf 1,80, könnte der Buchmacher einen Cashout von rund 12 € bis 14 € anbieten – weniger als der mögliche Gewinn, aber mehr als der Einsatz. Das ist das Geschäftsmodell: Der Buchmacher sichert sich seinen Vorteil, der Kunde nimmt einen Teilgewinn mit und vermeidet das Risiko einer späten Wende.

Warum Cashout eine Wette verändert
Cashout ist kein Tipp, der den Ausgang vorhersagt. Es ist eine Entscheidung, die der Wettkunde trifft, während das Spiel läuft. Wer zu früh aussteigt, verschenkt möglichen Gewinn. Wer zu spät aussteigt, sieht den Cashout-Betrag gegen null laufen, wenn das Spiel kippt. Die Funktion verschiebt das Risiko vom Spielende auf den Moment der Entscheidung – und genau dort liegt der psychologische Hebel, den Spielerschutzregelungen adressieren.
Rechtliche Lage: Cashout ist kein gesetzlicher Anspruch
In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Die klassische Sportwette gilt als Geschicklichkeitsspiel und fällt daher in die Zuständigkeit der Bundesländer, nicht des Bundes. Es gibt keine nationale Lizenz, keine nationale Behörde und kein nationales Wettanbieter-Register.
Die Rolle der Landesgesetze
Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Landesregierung als Bewilligungsbehörde. Beispiele: Niederösterreich (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020), Wien (Wiener Wettengesetz, LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich (Oö. Wettgesetz), Tirol. Die Bewilligung gilt für den Ort, von dem aus der Buchmacher seine Daten bereitstellt – das hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037) für Oberösterreich bestätigt.
Folge: tipp3 und win2day nennen beide die NÖ Landesregierung als Bewilligungsbehörde. Admiral nennt die OÖ Landesregierung. Vierklee die Tiroler Landesregierung. Für einige Anbieter (Starsportwetten, Merkur Bets) ist die zuständige Landesbehörde nicht öffentlich ausgewiesen – das bedeutet nicht zwingend, dass keine Bewilligung vorliegt, aber es bedeutet, dass der Wettkunde sie nicht auf der Anbieter-Website findet.
Was Cashout rechtlich bedeutet
Es gibt keine gesetzliche Pflicht für Buchmacher, Cashout anzubieten. Die Funktion ist eine freiwillige Leistung, die der Anbieter in seine Wettordnung aufnimmt oder nicht. Daraus folgt: Wer Cashout nutzt, akzeptiert die Bedingungen des jeweiligen Anbieters – einschließlich der Momente, in denen die Funktion ausgesetzt wird (etwa bei Quotenanpassungen, Toren, Elfmetersituationen).
Anbieter ohne österreichische Bewilligung
Tipwin (MGA Malta), Tiki Taka, Golisimo (Costa Rica) und BetLabel (Curaçao) besitzen keine ausgewiesene österreichische Landesbewilligung. Ihre Lizenz stammt aus dem Ausland. Ob ihr Angebot in Österreich rechtmäßig genutzt werden kann, ist eine offene Frage, die vom jeweiligen Landesgesetz abhängt und gerichtlich noch nicht abschließend geklärt ist. Ein Bußgeld für Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter wetten, wurde bislang nicht ausgesprochen – Bußgelder drohen den Betreibern (in Wien bis 22.000 €, in Oberösterreich bis 20.000 €). Wer bei einem Anbieter ohne Landesbewilligung spielt, hat zudem keinen Zugang zu den österreichischen Selbstsperren und keinen Ansprechpartner bei der heimischen Aufsicht.
Spielerschutz: Limits, Selbstsperre und das Tempo von Cashout
Sportwetten-Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind an die Spielerschutzregelungen ihres Landes gebunden. Dazu gehören Altersgrenzen (18 Jahre), die Pflicht zur Identitätsprüfung und Selbstsperren, die beim Anbieter beantragt werden.
Einzahlungslimits und Limits beim Anbieter
Es existiert kein gesetzliches, einheitliches Einzahlungslimit für Sportwetten in Österreich. Die Limits, die ein Wettkunde sieht, sind die des Anbieters. win2day etwa gibt ein wöchentliches Limit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren vor, danach ein monatliches Limit von 1.680 €. Auf Antrag kann das Limit erhöht werden. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz (gültig seit 1. April 2025, § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG) ist kein Spielerschutzinstrument, sondern eine Steuer. Sie wird vom Anbieter eingehoben, der sie an das Finanzamt Österreich abführt. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen – Cashout-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind laut tipp3-Hilfe davon ausgenommen.
Selbstsperre und Spielpause
tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (das Guthaben bleibt auf dem Konto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. Es gibt jedoch keine zentrale österreichische Sperrdatei für Sportwetten – wer bei tipp3 gesperrt ist, kann bei einem anderen Anbieter ohne Bewilligung weiterspielen. Die im Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14.10.2026: noch im Entwurf) geplante Sperrdatei betrifft das GSpG, nicht die Sportwetten.
Cashout und Impulskontrolle
Cashout ist ein schneller Knopf. Ein Spiel läuft, der Anbieter zeigt einen Betrag, der Kunde tippt auf „Ausstieg“ – und die Wette ist zu. Das ist bequem, aber es ist auch der Mechanismus, der impulsive Entscheidungen fördert. Wer Cashout regelmäßig nutzt, sollte sich fragen, ob er Gewinne mitnimmt, die er ohne die Funktion halten würde. Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind verpflichtet, auf verantwortungsvolles Spielen hinzuweisen; die Hilfsangebote der Branche sind unter Playsponsible.at erreichbar.
Livewetten und Cashout: Wie die Funktion live funktioniert
Livewetten sind Wetten, die während des laufenden Spiels abgegeben werden. Cashout ist die logische Ergänzung: Wer live auf eine Begegnung setzt, will unter Umständen vor dem Schlusspfiff aussteigen. Beide Funktionen hängen eng zusammen, aber sie sind nicht überall erlaubt.
Cashout und ausgesetzte Wettmöglichkeiten
Bei bet365, einem der international größten Anbieter, steht Cashout nicht zur Verfügung, solange eine Wettmöglichkeit ausgesetzt ist. Das ist typisch: Während ein Elfmeter läuft, eine Verletzungsunterbrechung stattfindet oder die Quoten gerade angepasst werden, friert der Buchmacher die Wettabgabe ein – und damit auch den Cashout. Wer in genau diesem Moment aussteigen will, kann es nicht. Das ist kein Fehler, sondern ein Schutzmechanismus: Der Anbieter will keine Wetten zu veralteten Quoten abrechnen.
tipp3 formuliert es ähnlich: Während einer Sperre der Wettabgabe – etwa bei Quotenanpassungen oder nach einem Tor – steht die Cashout-Funktion nicht zur Verfügung. Erst wenn die Wettabgabe wieder freigegeben ist, kann der Kunde auch wieder aussteigen.
Teil-Cashout
Einige Anbieter bieten einen Teil-Cashout an: Der Kunde steigt nicht aus der gesamten Wette aus, sondern nur aus einem Teil. Der Rest bleibt offen und läuft bis zum Spielende weiter. tipp3 etwa ermöglicht vollständigen Cashout, bei anderen Anbietern ist die Funktion nur teilweise oder gar nicht verfügbar. Wichtig: Der Teil-Cashout verändert den Restbetrag der Wette – wer 50 % aussteigt, lässt 50 % des Einsatzes im Rennen, bekommt aber auch nur 50 % des ursprünglichen Cashout-Angebots. Der Restgewinn wird entsprechend anteilig berechnet.
Livewetten: Einschränkungen je nach Bundesland
Die Regeln für Livewetten sind Ländersache. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020). Oberösterreich erlaubt Livewetten auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf „wer erzielt das nächste Tor“ (Fassung 2021). Für Niederösterreich ist die aktuelle Livewetten-Regelung nicht eindeutig dokumentiert. Das bedeutet: Was bei tipp3 in Wien als Livewette angeboten wird, kann in Oberösterreich anders aussehen.
Beispielrechnung: Was ein Cashout wert ist
Ein Wettkunde setzt 10 € auf eine Quote von 2,50. Im Erfolgsfall erhält er 25 € zurück – ein Bruttogewinn von 15 €. Steht es 1:0 für seine Mannschaft und der Anbieter bietet einen Cashout von 13 €, kann er den Gewinn von 13 € mitnehmen und auf eine späte Wende verzichten. Wartet er, riskiert er die Wette zu verlieren – und nur die 10 € Einsatz zu behalten. Hätte er 20 € eingesetzt, wäre der Cashout bei gleichem Spielstand etwa 26 €.
Die Rechnung zeigt: Der Cashout liegt fast immer unter dem potenziellen Gewinn. Der Buchmacher lässt sich die vorzeitige Auszahlung etwas kosten – das ist der Preis für die Sicherheit. Wie viel es genau kostet, hängt von der aktuellen Quote, dem Spielstand und der Spielzeit ab.
Anbieter im Detail
tipp3: Der Anbieter mit voller Funktionspalette
tipp3 ist einer der wenigen Anbieter, die sowohl die Cashout-Funktion als auch die Livewetten aus dem eigenen Haus anbieten. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung (Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) ist im Impressum ausgewiesen. Die Cashout-Funktion steht laut tipp3-Hilfe zur Verfügung, solange die Wettabgabe nicht ausgesetzt ist – etwa bei Quotenanpassungen oder nach einem Tor.
Die Wettgebühr von 5 % auf Gewinne (seit 1.4.2025) wird von tipp3 bei verlorenen Wetten selbst getragen. Bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen; Cashout-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen. Die Selbstsperre läuft 1 bis 3 Jahre, die Spielpause 1 bis 6 Monate.
Für wen sich tipp3 eignet: Wettkunden, die einen Anbieter mit klar ausgewiesener Landesbewilligung suchen, Cashout und Livewetten im selben Haus haben wollen und die Spielerschutzinstrumente (Spielpause, Selbstsperre) schätzen.
win2day: Sportwetten unter eigener Wettordnung
win2day gehört den Österreichischen Lotterien und kombiniert Lotterie, Casino und Sportwetten auf einer Plattform. Die Sportwetten-Sparte beruht auf einer Bewilligung der NÖ Landesregierung und fällt daher nicht unter das GSpG – das Casino- und Lotto-Angebot hingegen schon. Beim Cashout ist win2day restriktiver: Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cashout-Funktion deaktiviert.
Das Einzahlungslimit ist mit 250 € pro Woche (bis 26 Jahre) und 1.680 € pro Monat (ab 26 Jahren) klar geregelt. Gewinne zählen nicht zum Limit. win2day bietet Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten auf Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1.
Für wen sich win2day eignet: Wettkunden, die ein einheitliches Konto für Lotto und Sportwetten bevorzugen, klare Einzahlungslimits schätzen und mit eingeschränktem Cashout bei FreeBets leben können.
Starsportwetten: Umfangreiches Wettprogramm
Starsportwetten bietet nach eigener Darstellung über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Die Sportarten umfassen Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts. Die zuständige Landesbehörde ist nicht ausgewiesen – das Impressum nennt die Star Sportwetten GmbH als Betreiber.
Cashout wird auf der Website nicht erwähnt. Das Livewetten-Angebot umfasst aktuelle Live-Wetten, Tageshighlights, Livescore und Ergebnisse.
Für wen sich Starsportwetten eignet: Wettkunden mit Faible für exotische Fußballligen und großes Livewetten-Volumen, die auf Cashout verzichten können.
Admiral: Ehemaliger Börsenwert, heimische Bewilligung
Admiral Sportwetten (ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen) gehört zur Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung nach dem Oö. Wettgesetz ist ausgewiesen.
Für wen sich Admiral eignet: Wettkunden in Oberösterreich, die einen Anbieter mit klarer Landesbewilligung suchen und die Marke Admiral kennen.
Vierklee: Tiroler Bewilligung, eingeschränkter Cashout
Vierklee (Vierklee Wettbüro GmbH) nennt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). Die Wettbedingungen halten fest: „Für manche Wetten“ ist Cash-Out möglich – der Buchmacher ist nicht verpflichtet, ein Cash-Out-Angebot des Kunden anzunehmen. Das ist die nüchterne Variante: Cashout ist möglich, aber nicht garantiert.
Für wen sich Vierklee eignet: Wettkunden in Tirol, die einen lokal verwurzelten Anbieter suchen und mit eingeschränktem Cashout zurechtkommen.
Merkur Bets: Rebranding von Cashpoint
Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint mit Sitz in Gerasdorf bei Wien (gegründet 1996), tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Die App bietet Live- und Vorab-Wetten, Cashout sowie Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia. Die zuständige Landesbehörde ist nicht ausgewiesen.
Für wen sich Merkur Bets eignet: Wettkunden, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen und die Funktion Cashout in der App nutzen wollen.
Tipwin: Ohne österreichische Bewilligung
Tipwin nennt eine MGA-Lizenz (Malta Gaming Authority) – das ist keine österreichische Bewilligung. Die App bewirbt Live-Sportwetten, Cashout (teilweise oder vollständig, auch vor Spielende), hochwertige Videoübertragung, Live-Verfolgung und Live-Statistik. Cashout ist hier also ein Werbepunkt.
Für wen sich Tipwin eignet: Wettkunden, die explizit nach Cashout mit Live-Stream suchen und wissen, dass sie bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung spielen. Die Frage, ob das Angebot in Österreich rechtmäßig ist, ist nicht abschließend geklärt.
Tiki Taka: Ohne österreichische Bewilligung, Bonus mit Ausschlüssen
Tiki Taka besitzt keine ausgewiesene österreichische Bewilligung. Beim Sport-Willkommensbonus zählen Einzahlungen per Skrill oder Neteller nicht, Cash-out-, System- und Casino-Wetten ebenso wenig. Nur die erste Wette je Ereignis wird angerechnet. Das ist eine wichtige Einschränkung: Wer mit Skrill oder Neteller einzahlt, bekommt den Bonus nicht; wer Cashout nutzt, trägt nicht zum Umsatz bei.
Für wen sich Tiki Taka eignet: Wettkunden, die mit Kreditkarte oder Banküberweisung einzahlen, keine Skrill- oder Neteller-Einzahlung nutzen und auf Cashout im Bonuszeitraum verzichten können.
Golisimo: Costa-Rica-Lizenz, Esports im Programm
Golisimo (Costa Rica) bietet Pre-Match- und Live-Wetten, Esports, virtuelle Sportarten und einen Pferderennen-Bereich. Die Website ist auf Deutsch verfügbar, Kunden müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Cashout wird nicht eigens beworben.
Für wen sich Golisimo eignet: Wettkunden mit Interesse an Esports und Pferderennen, die wissen, dass die Lizenz aus Costa Rica stammt und kein österreichischer Ansprechpartner existiert.
BetLabel: Curaçao-Lizenz, breites Angebot
BetLabel (Curaçao) nennt Live-Wetten in einem eigenen Live-Tab, Cashout im Wettschein, Kombi- und Systemwetten, Langzeitwetten, Esports mit Livestreams und virtuelle Ligen. Die Website ist auf Deutsch verfügbar. Beträge und Boni sind in US-Dollar angegeben.
Für wen sich BetLabel eignet: Wettkunden, die einen Anbieter mit breitem Funktionsumfang (Cashout, Esports-Livestreams) suchen und die Lizenz aus Curaçao akzeptieren. Der Wechsel zwischen US-Dollar und Euro ist ein Zusatzaufwand.
Was Cashout wirklich kostet
Cashout ist bequem, aber nicht umsonst. Der angebotene Betrag liegt fast immer unter dem potenziellen Gewinn, den der Wettkunde bei einem Ausgang bis zum Spielende hätte. Die Differenz ist der Preis des Anbieters für die vorzeitige Abrechnung.
Die Mechanik hinter dem Cashout-Betrag
Der Buchmacher bewertet die Wette in Echtzeit neu. Aus seiner Sicht ist die Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Wette noch gewinnt? Daraus ergibt sich eine faire Quote, von der der Anbieter seinen Anteil abzieht. Bei einer ursprünglichen Quote von 2,50 und einem Spielstand, der die Wette fast sicher macht, könnte der Buchmacher eine faire Quote von 1,10 ansetzen – und 1,08 als Cashout anbieten.
Wann Cashout nichts bringt
Liegt der Cashout-Betrag unter dem Einsatz, ist er faktisch wertlos. Das passiert, wenn das Spiel gegen die Wette läuft und die Quote stark gestiegen ist. Der Anbieter wird kaum einen Cashout anbieten, der ihm Verlust bringt – also sinkt der Betrag gegen null, je aussichtsloser die Lage wird.
Wettgebühr und Cashout
Die österreichische Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz ist eine Frage des Anbieters, nicht des Cashouts. tipp3 etwa trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Cashout-Gewinne sind laut tipp3 von dem Abzug ausgenommen. Ob andere Anbieter die Gebühr bei Cashout anders behandeln, hängt von ihrer Wettordnung ab.
Livewetten und Cashout: Wettquoten und Marktentwicklung
Livewetten sind der zweite große Bereich, in dem Cashout eine Rolle spielt. Die Quoten ändern sich mit jedem Tor, jeder Verletzung, jeder Gelben Karte – und damit ändert sich auch der Cashout-Betrag.
Quotenschlüssel: Was der Anbieter behält
Der Quotenschlüssel (auch Auszahlungsquote genannt) gibt an, wie viel von 100 € Einsatz die Wettkunden im Durchschnitt zurückbekommen. Ein Quotenschlüssel von 95 % bedeutet, dass der Buchmacher 5 % Marge behält. Bei Livewetten ist der Quotenschlüssel oft niedriger als bei Pre-Match-Wetten, weil die Anbieter ihr Risiko während des Spiels anders bewerten.
Margen und deren Bedeutung für Cashout
Die Marge des Buchmachers schlägt sich im Cashout nieder: Je höher die Marge, desto weniger bekommt der Kunde bei einem Ausstieg. Die Marge bei Livewetten ist nicht für jeden Anbieter öffentlich ausgewiesen – wer sie wissen will, muss die Quoten vergleichen oder bei einem unabhängigen Vergleichsdienst nachschauen.
Anbietervergleich: Wer bietet Cashout unter welcher Bedingung?
| Anbieter | Cashout | Teil-Cashout | Bedingungen |
|---|---|---|---|
| tipp3 | Ja | Ja | Nicht verfügbar bei ausgesetzter Wettabgabe |
| win2day | Ja | nicht ausgewiesen | Bei FreeBets deaktiviert |
| Starsportwetten | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | Livewetten und Livescore vorhanden |
| Admiral | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | Bewilligung OÖ |
| Vierklee | Für manche Wetten | nicht ausgewiesen | Buchmacher muss nicht annehmen |
| Merkur Bets | Ja (App) | nicht ausgewiesen | iPhone/iPad-App |
| Tipwin | Ja (App) | Ja (laut App) | Ohne österr. Bewilligung |
| Tiki Taka | Ja | nicht ausgewiesen | Zählt nicht zum Bonusumsatz |
| Golisimo | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | Costa-Rica-Lizenz |
| BetLabel | Ja (Wettschein) | nicht ausgewiesen | Curaçao-Lizenz |
Die Tabelle zeigt die Lücken: Nicht jeder Anbieter, der Livewetten anbietet, bewirbt Cashout aktiv. Wer Cashout als Auswahlkriterium hat, sollte vor der Registrierung prüfen, ob die Funktion im Wettschein zur Verfügung steht.
Praktische Tipps für Wettkunden
Was vor der ersten Cashout-Nutzung zu prüfen ist
- Welche Wetten sind cashout-fähig? Nicht jede Wette kann vorzeitig beendet werden. Systemwetten und einige Livewetten sind oft ausgeschlossen.
- Wann wird der Betrag gutgeschrieben? In der Regel sofort nach Bestätigung, aber bei manchen Anbietern kann es Sekunden dauern.
- Kann der Cashout rückgängig gemacht werden? In den meisten Fällen nein – wer auf „Ausstieg“ tippt, hat die Wette beendet.
Wie sich der Cashout-Betrag zusammensetzt
Der angebotene Betrag setzt sich aus dem aktuellen fairen Wert der Wette abzüglich der Buchmacher-Marge zusammen. Wer wissen will, was „fair“ wäre, kann den Wert mit folgender Formel schätzen: (Aktuelle Quote × Einsatz) / Ursprüngliche Quote. Das ist eine grobe Annäherung – der tatsächliche Cashout liegt darunter.
Häufige Fragen zum Cashout bei Wettanbietern
Was bedeutet Cashout bei Wetten und wie wird der Betrag berechnet?
Cashout bedeutet, dass der Wettkunde eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses an den Buchmacher zurückverkauft. Der angebotene Betrag ergibt sich aus dem aktuellen Spielverlauf, der aktuellen Quote und der Marge des Anbieters. Er liegt fast immer unter dem potenziellen Gewinn bei einem Ausgang bis zum Spielende.
Ist Cashout gesetzlich vorgeschrieben oder ein freiwilliges Angebot?
Cashout ist eine freiwillige Funktion des Anbieters. Es gibt keine österreichische Rechtsvorschrift, die Buchmacher verpflichtet, Cashout anzubieten. Die Bedingungen – Mindestbetrag, Teil-Cashout, Aussetzung bei ausgesetzter Wettabgabe – legt der Anbieter in seiner Wettordnung fest.
Warum steht Cashout manchmal nicht zur Verfügung?
Bei Quotenanpassungen, nach Toren, bei Elfmetersituationen oder Verletzungsunterbrechungen setzen Buchmacher die Wettabgabe aus. In dieser Phase ist auch Cashout nicht verfügbar, weil der Anbieter keine Wetten zu veralteten Quoten abrechnen will. Erst wenn die Wettabgabe wieder freigegeben ist, kann auch Cashout wieder genutzt werden.
Was ist ein Teil-Cashout und wie ändert sich der Restbetrag?
Beim Teil-Cashout steigt der Wettkunde nicht aus der gesamten Wette aus, sondern nur aus einem Teil. Der Rest bleibt offen und läuft bis zum Spielende weiter. Wer 50 % aussteigt, bekommt 50 % des Cashout-Angebots, lässt aber 50 % des Einsatzes im Rennen. Der mögliche Restgewinn verringert sich entsprechend.
Wird die Wettgebühr von 5 % auf Cashout-Gewinne angewendet?
Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz wird vom Anbieter eingehoben und an das Finanzamt abgeführt. Ob sie bei Cashout-Gewinnen abgezogen wird, hängt von der Wettordnung des Anbieters ab. tipp3 gibt an, Cashout-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten vom Abzug auszunehmen; bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst.
Wann wird der Cashout-Betrag gutgeschrieben und ist er widerrufbar?
In der Regel wird der Cashout-Betrag sofort nach Bestätigung dem Wettkonto gutgeschrieben. Die meisten Anbieter erlauben keine Widerrufung – wer auf „Ausstieg“ tippt, hat die Wette beendet. Bei Verbindungsproblemen oder einer kurzen Verzögerung kann es vorkommen, dass der Cashout nicht ausgeführt wird; der Wettkunde sollte die Gutschrift prüfen, bevor er die Wette als abgeschlossen betrachtet.
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Inhalt erstellt vom Team «wettenoesterreich»
