Paysafecard bei Wettanbietern: was der Prepaid-Code wirklich kostet

Updated November 2026
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Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem Notizbuch und ein paar Euro-Münzen auf einem hellen Holztisch im Morgenlicht.

Paysafecard zählt in Österreich zu den wenigen Einzahlungswegen, die ohne Bankkonto funktionieren, und gerade deshalb lohnt sich der Blick auf das, was neben dem Code abgerechnet wird. Ein 16-stelliger Gutschein deckt die Mindesteinzahlung der meisten Buchmacher ab, die Wettgebühr von 5 % läuft daneben, und die Auszahlung geht einen anderen Weg als der Einstieg. Wer mit Prepaid einzahlt, zahlt am Ende oft dreifach: am Terminal, im Wettschein und auf dem Weg zum Bankkonto.

paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet, seit Juli 2014 firmiert das Unternehmen als paysafecard Wertkarten GmbH und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group.

Stand: November 5, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungs­nachweise, Wettordnungen und Gebühren­seiten der genannten Anbieter sowie gegen die Verlautbarungen der zuständigen Landes­regierungen.

Was Paysafecard beim Wetten leistet – und worauf es ankommt

Paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet, firmiert seit Juli 2014 als paysafecard Wertkarten GmbH und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group, früher Optimal Payments. In der EU wird die Karte seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben. Ein Gutschein trägt einen 16-stelligen Code, der an der Kasse eines Buchmachers eingelöst wird; Guthaben mehrerer Codes lässt sich im eigenen Paysafecard-Konto bündeln. Das Konto ist freiwillig, erspart aber die monatliche Gebühr von 4 €, die 30 Tage nach Kauf auf einem nicht registrierten Gutschein liegen bleibt.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine menschenleere Tribüne im weichen Abendlicht.
paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet.

Für Sportwetten ist Paysafecard in erster Linie ein Einzahlungsweg. Wer einzahlt, ohne ein Konto bei Paysafecard zu eröffnen, behält die Anonymität gegenüber dem Buchmacher – gegenüber dem Zahlungsdienst allerdings nicht, denn der Gutschein ist an der Verkaufsstelle auf einen konkreten Geldbetrag gezogen worden. Auszahlungen nimmt Paysafecard nicht entgegen. Wer mit Paysafecard einzahlt und später Gewinne auszahlt, muss dafür ein Bankkonto im EWR angeben, und bei den meisten Anbietern gehört die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung zum Standard.

Bei der Auswahl eines Wettanbieters mit Paysafecard entscheiden vier Punkte darüber, was der Prepaid-Weg tatsächlich kostet:

Die Paysafecard selbst hat drei Eigenkosten, die in der Werbung selten vorkommen: die monatliche Gutscheingebühr von 4 € ab dem 31. Tag nach Kauf, die Konto­gebühr von 2 € ab dem 13. Monat ohne Transaktion, und den Rücktausch nicht verbrauchten Guthabens, der 5 % des Auszahlungs­betrags, höchstens 5 € pro Vorgang, kostet. Wer mit dem 16-stelligen Code direkt beim Buchmacher einzahlt, bekommt von alledem nichts mit – solange das Guthaben im Spiel bleibt.

Die zehn Anbieter im Überblick

Die folgende Tabelle vergleicht die Anbieter nach Bewilligungsstatus, Sitz des Betreibers und der genannten Lizenz. Österreich hat keine bundesweite Lizenz und keine nationale Liste von Buchmachern; eine Bewilligung wird von der jeweiligen Landes­regierung erteilt. Die Angaben basieren auf den Informationen der Betreiber – Impressum, Wettordnung oder App-Eintrag.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, davor eine dunkle Landstraße und einzelne Bäume in der Dämmerung.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).
Anbieter Bewilligung in Österreich Betreiber / ausgewiesene Lizenz
tipp3 Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien
win2day Bewilligung der NÖ Landesregierung für den Sportwetten­teil Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen
Starsportwetten Bewilligung laut App-Eintrag (Bundesland und Bescheid nicht veröffentlicht) Star Sportwetten GmbH
Merkur Bets Bewilligung laut Anbieter (Bundesland und Bescheid nicht veröffentlicht) nicht ausgewiesen
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 Vierklee Wettbüro GmbH
bet365 ohne österreichische Bewilligung MGA/CRP/531/2018 (Malta)
Felixspin ohne österreichische Bewilligung nicht ausgewiesen
LeoVegas ohne österreichische Bewilligung MGA (Malta)
888sport ohne österreichische Bewilligung Gibraltar

Eine Bewilligung eines Bundeslands trägt die Anbieter der ersten sechs Zeilen; sie haben in Österreich eine zuständige Behörde, an die sich der Wettkunde mit einer Beschwerde wenden kann. Anbieter ohne österreichische Bewilligung laufen unter einer ausländischen Lizenz, die in Österreich keine aufsichtsrechtliche Wirkung entfaltet: kein österreichischer Selbst­sperr­eintrag, keine österreichische Streit­schlichtung, keine österreichische Auszahlungs­kontrolle. Dass die ausländische Lizenz anerkannt wäre, behauptet keiner der genannten Betreiber.

Bewilligungslage und Wettgebühr: was in Österreich wirklich zählt

Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspiel­gesetzes. Der Verwaltungs­gerichts­hof hat das im Erkenntnis vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) ausdrücklich festgestellt: Die klassische Sportwette ist ein Geschicklichkeits­spiel und fällt nicht unter die bundesweite Glücksspiel­aufsicht. Deshalb gibt es in Österreich auch keine Bundes­lizenz, kein nationales Buchmacher­verzeichnis und keine Bundes­stelle, die Auszahlungen kontrolliert. Was es gibt, sind neun Landes­gesetze: Niederösterreich regelt Sportwetten im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz. Die Bewilligung erteilt die jeweilige Landes­regierung; für tipp3 ist es der Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020), auf den die tipp3-Site im Impressum verweist.

Dass ein Anbieter Paysafecard annimmt, ist für die Bewilligungs­frage unerheblich. Paysafecard ist ein Zahlungs­dienst, kein Erlaubnis­titel, und weder die irische E-Geld-Lizenz noch die Tatsache, dass Paysafecard in Wien gegründet wurde, verleiht einem Buchmacher eine österreichische Bewilligung. Wer mit Paysafecard einzahlt, hat deshalb zwei Fragen getrennt zu beantworten: Nimmt der Anbieter den Code an? Hat der Anbieter eine Bewilligung eines Bundeslands? Beide Antworten stehen in unterschiedlichen Unterlagen – die erste im Hilfetext zur Kasse, die zweite im Impressum.

Seit dem 1. April 2025 unterliegt jeder Einsatz auf eine Sportwette einer Wettgebühr von 5 % nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Die Gebühr trifft die Wette, nicht den Zahlungsweg: 5 % des Wetteinsatzes, gleich ob der Einsatz per Paysafecard, Kreditkarte oder Bank­überweisung bezahlt wurde. Der Bundes­finanzhof hat am 12. Mai 2026 (RV/7100519/2026) eine Beschwerde eines Buchmachers gegen die Höhe der Gebühr abgewiesen; tipp3 weist darauf hin, dass die Gebühr bei verlorenen Wetten vom Anbieter getragen wird, während bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abgezogen werden. Wer eine Wette zu einer Quote von 2,10 abschließt und 20 € Einsatz zahlt, gibt nicht 20 € an den Buchmacher, sondern 19 € an den Buchmacher und 1 € an die Republik Österreich. Bei einer Auszahlung der Wettgebühr über die Quote verschlechtert sich die effektive Auszahlungs­quote; bei einer Belastung des Gewinns trägt der Buchmacher das Risiko, der Spieler aber den geringeren Gewinn.

Bei Live-Wetten und Einsatz­obergrenzen gehen die Landesgesetze auseinander. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teil­ergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder die Frage, wer als Nächstes trifft. Niederösterreich hat keinen vergleichbaren Live-Katalog in der veröffentlichten Fassung. Die Einsatz­obergrenze liegt in Oberösterreich und Niederösterreich bei 500 € pro Wette, an Terminals ohne Counter in Wien bei 50 € – was die Wette kostet, ist also nicht nur eine Frage des Buchmachers, sondern auch des Bundeslands, in dem der Server des Anbieters steht. Der Verwaltungs­gerichts­hof hat am 9. April 2026 (Ra 2025/02/0037) nochmals bestätigt, dass die Bewilligung an den Ort der Daten­bereitstellung anknüpft.

Spielerschutz: was die Betreiber selbst regeln

Spielerschutz ist in Österreich Sache des einzelnen Anbieters, nicht des Bundes. Ein einheitliches Sperr­register für Sportwetten gibt es nicht; die Reform 2026 (Glücksspiel­reform­gesetz) baut Register nur für GSpG-Glücksspiele, nicht für Sportwetten. Was die Anbieter an Schutzmechanismen anbieten, steht in deren eigenen Wettordnungen.

Bei tipp3 lässt sich eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten setzen, das Guthaben bleibt im Konto; eine Selbst­sperre ist für 1, 2 oder 3 Jahre möglich, das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. tipp3 erlaubt zudem ein wöchentliches Einzahlungs­limit von bis zu 1.950 €, ein tägliches Einsatz­limit von höchstens 10.000 € und ein wöchentliches Verlust­limit von maximal 5.000 €.

win2day setzt ein Einzahlungs­limit, das sich am Alter orientiert: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit; das Limit ist auf Antrag individuell erhöhbar. Voraussetzung für die Teilnahme ist Wohnsitz in Österreich und ein Alter von mindestens 18 Jahren, geprüft wird die Identität vor der ersten Auszahlung.

Die genannten Anbieter ohne österreichische Bewilligung (bet365, Felixspin, LeoVegas, 888sport) fallen nicht unter die österreichischen Selbst­sperr­systeme. Wer sich dort sperren lässt, sperrt sich nur beim jeweiligen Anbieter; ein übergreifender Schutz besteht nicht. Anlaufstelle für Fragen zum Spielverhalten in Österreich bleibt Playsponsible.at.

Bonusbedingungen, die in Paysafecard-Zahlung verschleiert werden

Die Werbung der Buchmacher spricht gern von „100 % Bonus“ oder „risikofreier Wette“, ohne dass im selben Satz die Umsatz­anforderung genannt wird. Bei Paysafecard-Einzahlung schärft sich das Problem, weil die Auszahlung des Bonus oder der Freiwette in der Regel eine Hürde enthält, die unabhängig vom gewählten Einzahlungsweg gilt. Welche Anbieter Paysafecard für die qualifizierende Einzahlung akzeptieren, ist eine eigene Frage, die im Hilfetext zur Aktion steht – nicht im Werbe­text.

Die drei Kosten­blöcke, die in jeder Bonus­aktion dieselbe Rolle spielen, sind die Umsatz­anforderung (wie oft der Bonusbetrag umgesetzt werden muss), die Mindest­quote (unterhalb derer Wetten nicht zählen) und die Frist (innerhalb derer die Anforderung erfüllt sein muss). Bei einer Umsatz­anforderung von 5-fach auf einen 100-€-Bonus müssen 500 € an Wetten platziert werden; bei einer Mindest­quote von 1,80 zählen nur Wetten ab dieser Quote; bei einer Frist von 30 Tagen ist die Anforderung nach Ablauf verfallen. Wer mit Paysafecard einzahlt, sieht diese Zahlen erst in den AGB, nicht am Gutschein.

Freiwetten zahlen den Einsatz im Gewinnfall häufig nicht zurück. Eine 10-€-Freiwette zu einer Quote von 3,00 bringt im Gewinnfall 30 € – nicht 40 €. Die Buchmacher­marge in dieser Quote beträgt ungefähr 7 %, der reale Wert der Freiwette liegt entsprechend unter dem Brutto­erlös. Bei einer Auszahlung der Freiwette als Bonusguthaben kommt eine eigene Umsatz­anforderung hinzu.

Wer mit Paysafecard einzahlt und später einen Gewinn auszahlt, sollte zudem prüfen, ob die qualifizierende Einzahlung mit dem Prepaid-Code überhaupt zur Teilnahme an der Aktion berechtigt. Einige Anbieter schließen bestimmte Zahlungswege für den Bonus aus; die Liste steht in den Bonus­bedingungen, nicht auf der Aktionsseite.

Zahlungswege bei den zehn Anbietern

Die folgenden Angaben folgen, was die Anbieter in Hilfetexten, Impressum oder App-Eintrag selbst veröffentlichen. Wo die Anbieter keine Paysafecard-Information nennen, ist Paysafecard nicht im ausgewiesenen Zahlungs­spektrum.

tipp3

tipp3 nimmt Kreditkarte (Mastercard, Visa, Diners Club), EPS-Überweisung, Google Pay, Apple Pay, PayPal, Paysafecard, EuroBons und Bargeld bei tipp3-Partnern entgegen. Kryptowährungen führt tipp3 nicht auf. Bargeld­einzahlungen und Bargeld­auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt; eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Bankauszahlungen führt tipp3 werktags von Montag bis Freitag durch, die Überweisung dauert meist noch ein bis zwei Bank­werktage; Auszahlungs­konto ist nur ein Konto im EWR zulässig, und eine IBAN kann nur in einem tipp3-Account hinterlegt sein. Die Verifikation verlangt tipp3 vor der ersten Auszahlung; angeboten werden ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip und Video Ident, bei der Registrierung werden keine Bankdaten abgefragt. Gewinne bis 1.000 € zahlt tipp3 in der Annahmestelle aus, größere Gewinne in einer Großgewinn­auszahlungsstelle mit amtlichem Lichtbildausweis, Gewinne über 80.000 € per Gewinn­anforderungs­formular aufs Bankkonto. Gewinne können bis zu 180 Tage nach Feststellung eingelöst werden.

tipp3 ist der Anbieter, an dem sich die Frage „Bietet ein österreichischer Buchmacher mit Paysafecard das volle Programm?“ am ehesten messen lässt: Bewilligung, mehrere Einzahlungs­wege, Auszahlung in der Trafik, klar definierte Limits. Wer einen österreichischen Anbieter mit Prepaid-Zahlung und Bundesland­bewilligung sucht, landet bei tipp3 fast immer zuerst. Wer eine Auszahlung direkt auf das Paysafecard-Konto erwartet, wird enttäuscht – die gibt es nicht.

win2day

win2day nimmt Sportwetten-Spieler mit Paysafecard an, ohne den Code im Hilfetext namentlich zu nennen; die Wettordnung spricht von einer erteilten Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung und stellt klar, dass das Angebot nicht den Bestimmungen des Glücksspiel­gesetzes und nicht der Aufsicht des BMF oder Finanzamts Österreich unterliegt. Das ist die saubere Trennung der Zuständigkeiten: die Bundeslotterie und die Bundes­spielbank laufen unter dem GSpG, die Sportwetten laufen unter dem NÖ Wettgesetz. Einzahlungs­limit und Auszahlungs­weg ähneln tipp3, ergänzt um die alters­abhängige Stufe (250 € pro Woche bis 26 Jahre, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26).

win2day eignet sich für Spieler, die ohnehin im Lotterien-Konto sind und Sportwetten als Beimischung führen. Wer mit 50 € pro Woche auskommen will, findet hier das engere Limit; wer mit 1.000 € pro Monat plant, hat bei beiden Anbietern Spielraum.

Admiral

Admiral ist die Sportwetten-Marke der Novomatic-Gruppe und in Gumpoldskirchen ansässig. Die Bewilligung ist die der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Die Marke gehört zu den sichtbarsten am österreichischen Markt, mit Annahmestellen und Online-Auftritt. Die Zahlungs­wege nennt Admiral in den Hilfetexten zur Kasse; Paysafecard gehört zum ausgewiesenen Spektrum. Wer die Kombination aus Annahmestelle und Online-Angebot schätzt, findet bei Admiral ein durchgängiges Produkt; die Bewilligung in Oberösterreich deckt das Online-Angebot server­abhängig ab.

Admiral eignet sich für Spieler, die einen stationären Counter erwarten und die Online-Wette als Ergänzung nutzen. Wer ein reines Online-Angebot sucht, ist mit tipp3 oder einem der Buchmacher ohne Bewilligung möglicherweise besser bedient, sofern die Bewilligungs­frage zweitrangig ist.

Starsportwetten

Die App-Beschreibung im Google-Play-Eintrag verweist auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Die Bewilligung führt weder ein Bundesland noch eine Bescheidnummer an – das ist für eine Bewilligungs­prüfung ein blinder Fleck. Die Marke „Starsportwetten“ und der Betreiber „Star Sportwetten GmbH“ sollten nicht verwechselt werden; die App-Eintragung nennt die Starbet24 GmbH. Wer die Bewilligung nachprüfen will, muss beim jeweiligen Amt der Landesregierung anfragen, in dem die Bewilligung vermutet wird.

Starsportwetten passt zu Spielern, die einen Anbieter mit der App-Zusicherung einer Bewilligung suchen und die fehlende Veröffentlichung von Bundesland und Bescheidnummer akzeptieren. Wer die Bewilligung vor der Einzahlung prüfen will, sollte direkt beim Anbieter nachfragen.

Merkur Bets

Merkur Bets listet in der App-Beschreibung PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard für Ein- und Auszahlungen. Der Support ist per In-App-Chat erreichbar. Die Bewilligung ist online nicht detailliert aufgeführt, Merkur ist jedoch als Anbieter mit stationärem Netz in Österreich etabliert.

Merkur Bets passt zu Spielern, die mit dem Merkur-Netz vertraut sind und die Online-Plattform als Ergänzung nutzen. Die Verfügbarkeit von Paysafecard und PayPal nebeneinander macht den Zahlungsweg flexibel.

Vierklee

Vierklee nennt EPS, Klarna und Kreditkarten als Einzahlungsvarianten, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass dies „nur einige“ der verfügbaren Varianten sind. Die Bewilligung ist die der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). Auszahlungen erfolgen nach Anforderung auf das Bankkonto. Paysafecard ist im aktuellen Hilfetext nicht ausdrücklich aufgeführt; die Anbieter­aussage „nur einige“ deutet darauf hin, dass die Liste erweiterbar ist.

Vierklee eignet sich für Spieler mit Tiroler Bewilligungs­präferenz; wer Paysafecard als festen Einzahlungsweg sucht, sollte vor der Registrierung im aktuellen Kassen­bereich nachschauen.

bet365

bet365 nimmt in Österreich Visa/Mastercard-Karte und Apple Pay (5 € bis 40.000 €) sofort entgegen, EPS und Klarna-Sofort­überweisung (je 5 € bis 2.000 €) sofort, paysafecard (5 € bis 1.000 €) sowie Skrill (5 € bis 35.000 €) und Neteller (15 € bis 37.500 €). Die Bewilligungslage in Österreich ist offen: keine Land-Bewilligung auf der Anbieter­seite, benannte Lizenz MGA/CRP/531/2018 (Malta). Auszahlungen laufen über die üblichen bet365-Wege, Bearbeitungszeit abhängig vom gewählten Weg.

bet365 eignet sich für Spieler, denen die Malta-Lizenz, die hohe Marktabdeckung und die großzügigen Zahlungs­limits wichtiger sind als die österreichische Bewilligung. Wer mit 800 € pro Transaktion einzahlt, ist mit bet365 und Paysafecard am oberen Ende des Möglichen; wer mit 5 € testet, ist bei keinem Anbieter am unteren Ende eingeschränkt.

Felixspin

Felixspin listet Visa, Mastercard, Skrill, Neteller, PayPal, Paysafecard, Banküberweisung, Apple Pay und Google Pay; die Mindest­einzahlung liegt meist bei 10 €, bei PayPal bei 20 €, bei Banküberweisung bei 25 €. Eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen; eine Lizenz ist im Recherche­material nicht etabliert. Der Anbieter fällt damit in die Kategorie der Buchmacher ohne Bewilligung, deren Rechtslage in Österreich umstritten ist.

Felixspin eignet sich für Spieler, die einen Anbieter mit breitem Zahlungs­spektrum und niedriger Mindest­einzahlung suchen und die fehlende Bewilligung in Kauf nehmen. Wer Wert auf die Bewilligung legt, ist hier falsch.

LeoVegas

LeoVegas listet in der deutschen App-Beschreibung PayPal, Paysafecard, Sofort/Klarna, Trustly, Skrill, Visa und Mastercard. Die Lizenz ist die MGA (Malta); eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Die Marke ist im Casino-Bereich größer als im Sportwetten-Bereich, die Sportwetten-Plattform nutzt die gleiche Konzern­struktur. Spieler, die mit der Marke aus dem Casino-Bereich vertraut sind, finden hier denselben Anbieter mit Sportwetten-Anschluss.

LeoVegas eignet sich für Spieler, die Sportwetten als Beimischung zu einem bestehenden Casino-Konto nutzen. Die fehlende Bewilligung teilt LeoVegas mit den anderen ausländischen Anbietern; die Selbst­sperre gilt nur im LeoVegas-Konto, nicht österreich­weit.

888sport

888sport nennt in der App-Beschreibung PayPal, Sofort, giropay, Visa, Mastercard, paysafecard und Skrill als Einzahlungs­arten; die Plattform bietet Live-Wetten, Cash Out, Wettkonfigurator (Bet Builder), BetFeed und 888 Specials (Quoten­boosts). Die Lizenz ist Gibraltar; eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen. 888sport ist im Markt als Anbieter mit Quotenkürzungen in volatilen Märkten bekannt; die Live-Wetten-Abdeckung und der Bet Builder sind die sichtbaren Stärken.

888sport eignet sich für Spieler, die den Bet Builder und die Quoten­boosts aktiv nutzen und mit der Gibraltar-Lizenz kein Problem haben. Wer mit 200 € pro Wette plant, sollte prüfen, ob der Anbieter die Quote 2,10 auf den gewünschten Markt tatsächlich anbietet oder ob 888 den Markt bereits gekürzt hat.

Paysafecard-Kosten im Spiel: was die Einzahlung wirklich kostet

Wer mit Paysafecard einzahlt, zahlt die Prepaid-Gebühren nicht direkt, bekommt sie aber über die Quote und die Auszahlung zurück. Die relevanten Kosten sind die Wettgebühr, die Buchmacher­marge und der Rücktausch nicht verbrauchten Guthabens.

Wettgebühr

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten der Wettgebühr von 5 % nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. Der Buchmacher ist verpflichtet, die Gebühr an das Finanzamt abzuführen, und kann sie auf zwei Arten tragen: durch eine Reduktion der Auszahlungs­quote (häufig bei Online-Anbietern) oder durch einen Abzug vom Gewinn (so gibt es tipp3 für eigene Wetten an). Bei einer 2,10-Quote und 20 € Einsatz, die ohne Wettgebühr 42 € ausgezahlt hätte, zahlt der Buchmacher 1 € Wettgebühr und zahlt dem Spieler 41 € aus, sofern der Anbieter die Gebühr nicht über die Quote trägt. Wer mit Paysafecard einzahlt, sieht die Wettgebühr nicht am Gutschein, sondern auf dem Wett­schein.

Buchmacher­marge

Die Buchmacher­marge ist der Anteil, den der Anbieter pro Markt einbehält. Bei einem Fußball-Heimsieg mit Quoten 2,10 (Heim), 3,40 (Unentschieden) und 3,60 (Auswärts) ergibt sich eine Auszahlungs­quote von ungefähr 94,4 % und eine Marge von ungefähr 5,6 %. Bei Live-Wetten und bei Spielen mit klarer Favoriten­stellung ist die Marge oft höher. Paysafecard ändert die Marge nicht, sie liegt im Markt, nicht im Zahlungsweg.

Wer Paysafecard nutzt, weil das Bankkonto geschont werden soll, sollte trotzdem auf die Marge achten. Eine Auszahlungs­quote von 94 % ist ordentlich, eine von 88 % ist teuer. Wer Wettanbieter vergleicht, vergleicht Quoten, nicht Zahlungswege.

Rücktausch

Wer Paysafecard-Guthaben nicht verbraucht, kann es sich auf das Bankkonto auszahlen lassen – der Rücktausch kostet 5 % des Auszahlungs­betrags, höchstens 5 € pro Rücktausch. Wer mit 100 € auf das Paysafecard-Konto einzahlt und nur 60 € verspielt, bekommt 40 € zurück, abzüglich 2 € Rücktauschgebühr, also 38 €. Wer mit 10 € auf einen Gutschein einzahlt und nichts verspielt, bekommt 9,50 € zurück.

Die Konsequenz: Wer Paysafecard-Guthaben für Wetten nutzt, sollte den Gutschein möglichst vollständig verbrauchen oder im Paysafecard-Konto belassen, um den Rücktausch zu vermeiden. Wer den Gutschein teilweise verbraucht, sollte die Differenz vor der Auszahlung im Paysafecard-Konto bündeln, nicht am Schalter der Bank.

Gebühren am Gutschein

Die monatliche Gebühr von 4 € fällt 30 Tage nach Kauf an, wenn der Gutschein nicht im Paysafecard-Konto registriert ist. Die Konto­gebühr von 2 € fällt ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion an. Beide Gebühren sind vermeidbar, aber nur durch aktive Verwaltung. Wer den Gutschein kauft und innerhalb von 30 Tagen vollständig bei einem Buchmacher einlöst, zahlt keine Gutscheingebühr. Wer den Gutschein kauft und teilweise verbraucht, sollte den Rest im Konto registrieren, bevor die 30 Tage um sind.

Auszahlung von Gewinnen: warum Paysafecard nicht zurückführt

Paysafecard nimmt keine Auszahlungen entgegen. Wer mit Paysafecard einzahlt und später Gewinne auszahlt, muss einen anderen Weg wählen – in der Regel Bank­überweisung im EWR. Bei tipp3 ist die Auszahlung werktags von Montag bis Freitag, die Überweisung dauert meist ein bis zwei Bank­werktage. Bei win2day erfolgt die Auszahlung auf das verknüpfte Bankkonto nach Identitäts­prüfung. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung richtet sich die Bearbeitungs­zeit nach den Anbieter­bedingungen und liegt zwischen sofort (E-Wallets) und mehreren Bank­werktagen (Bank­überweisung).

Die Konsequenz für die Auswahl: Wer Paysafecard wählt, um das Bankkonto nicht zu nutzen, muss das Bankkonto für die Auszahlung trotzdem angeben. Wer den anonymen Prepaid-Weg auch für die Auszahlung sucht, findet ihn bei Paysafecard nicht.

Häufige Fragen

Welche Mindesteinzahlung verlangen Wettanbieter, die Paysafecard annehmen?

Die meisten Buchmacher setzen die Mindesteinzahlung für Paysafecard auf 5 € oder 10 €. bet365 nennt 5 € als Untergrenze für Paysafecard, andere Anbieter liegen bei 10 € oder 20 €. Die Mindesteinzahlung gilt pro Transaktion, nicht pro Tag oder pro Woche; wer mehrere kleine Wetten plant, kann den Gutschein in mehreren Schritten einlösen, sofern das Guthaben reicht.

Lässt sich ein 16-stelliger Paysafecard-Code direkt in der Kasse eines Buchmachers einlösen?

Ja, der 16-stellige Code wird im Kassen­bereich des Buchmachers eingegeben und der Gutscheinwert dem Wettkonto gutgeschrieben. Voraussetzung ist ein registriertes Wettkonto beim Anbieter; eine anonyme Einzahlung ohne Account ist bei keinem der genannten Anbieter möglich. Die Gutschrift erfolgt sofort, eine separate Bestätigung per E-Mail ist üblich, aber nicht bei allen Anbietern Pflicht.

Was kostet der Rücktausch von Paysafecard-Guthaben, und wann fällt die monatliche Gebühr an?

Der Rücktausch von Paysafecard-Guthaben aufs Bankkonto kostet 5 % des Auszahlungs­betrags, höchstens 5 € pro Rücktausch. Die monatliche Gutschein­gebühr von 4 € fällt ab dem 31. Tag nach Kauf an, wenn der Gutschein nicht im Paysafecard-Konto registriert ist. Die Konto­gebühr von 2 € fällt ab dem 13. Monat ohne Transaktion an, wenn das Paysafecard-Konto keine Bewegung verzeichnet. Beide Gebühren entfallen bei Registrierung im Konto und bei regelmäßiger Nutzung.

Ist ein Wettanbieter mit Paysafecard-Zahlung automatisch mit einer Bewilligung eines österreichischen Bundeslands ausgestattet?

Nein. Paysafecard ist ein Zahlungs­dienst, kein Erlaubnis­titel; die irische E-Geld-Lizenz von Paysafecard ist keine österreichische Buchmacher­bewilligung. Die Bewilligung wird vom jeweiligen Bundesland erteilt (NÖ, OÖ, Wien, Tirol, …) und ist vom Zahlungsweg unabhängig. Wer die Bewilligung prüfen will, schaut ins Impressum oder in die Wettordnung des Anbieters; wer nur die akzeptierten Zahlungs­mittel prüft, sieht die Bewilligung nicht.

Wer trägt die Wettgebühr von 5 %, wenn eine Wette mit Paysafecard-Guthaben bezahlt wurde?

Die Wettgebühr von 5 % auf den Wetteinsatz wird vom Buchmacher an das Finanzamt abgeführt; ob der Buchmacher die Gebühr über die Quote trägt, vom Gewinn abzieht oder im Verlustfall selbst trägt, ist Sache des Anbieters. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % vom Gewinn abzuziehen. Andere Anbieter verfahren ähnlich, ohne es in jedem Fall in den AGB zu erläutern. Die Gebühr ist unabhängig vom Zahlungsweg; wer mit Paysafecard einzahlt, zahlt keine andere Wettgebühr als wer mit Kreditkarte einzahlt.

Kann ein Gewinn per Paysafecard ausgezahlt werden, und wie lange dauert die Bearbeitung?

Paysafecard nimmt keine Auszahlungen entgegen. Gewinne werden auf das hinterlegte Bankkonto im EWR ausgezahlt; bei tipp3 werktags von Montag bis Freitag mit einer Bearbeitungs­zeit von meist ein bis zwei Bank­werktagen, bei win2day nach Identitäts­prüfung. Anbieter ohne österreichische Bewilligung (bet365, Felixspin, LeoVegas, 888sport) richten sich nach ihren eigenen AGB; E-Wallets sind häufig sofort, Bank­überweisung dauert ein bis drei Bank­werktage. Die Identitäts­prüfung vor der ersten Auszahlung ist Standard, der Lichtbildausweis und ein Adress­nachweis werden in der Regel verlangt.

Inhalt erstellt vom Team «wettenoesterreich»